Sonntag, 15. Dezember 2013

Das Abenteuer geht los

"Wir sollten das Leben so einrichten, dass jeder Moment bedeutungsvoll ist" Ivan Turgejew

Voll gepackt bis oben hin und - nach langer Überlegung nun doch - mit drei Mitreisenden haben wir uns auf unser großes Abenteuer gemacht. Nachdem wir unseren ersten Halt in Bunbury, einer kleinen Stadt südlich von Perth gemacht hatten, zog es uns weiter Richtung Süden. 




Unterwegs haben wir einen National Park entdeckt und verbotener Weise dort wild gecampt. Wir sind extra spät dort angekommen und extrem früh aufgestanden, damit der Ranger, der das Geld für die Übernachtung einsammelt, uns nicht entdeckt. Es hat geklappt. Aber es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig "wild" also ohne fließend Wasser und ohne Toilette zu campen. Dafür haben wir Natur pur erleben dürften und einen wunderschönen Sonnenuntergang an einem See beobachten können. 



Freitag, 13. Dezember 2013

Abschied nehmen ist immer wie ein bisschen sterben...

"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen,
wenn wir Abschied nehmen."

Es ist soweit. Wir werden morgen Perth verlassen und den Rest von Australien in der restlichen Zeit die uns noch bleibt erkunden. Also haben wir vor zwei Wochen unser Haus und unsere Jobs gekündigt.

Und heute kam der Tag, an dem wir das letzte mal unseren Alttag hatten. Das letzte mal hieß es für mich um 4 Uhr morgens aufstehen. Um 7:15 Uhr meine Pause machen. Nach Hause eilen. Benni abholen und zur Arbeit fahren. Wieder zurück zur Arbeit fahren. Es war ein wirklich komisches Gefühl, dass letzte mal die Tür von dem Hungry Jacks zu öffnen. Das letzte mal mich mit meiner Nummer 46001 ein- und wieder auszuloggen.
Aber, ich habe es geschafft. Eine Woche voller Emotion,Tränen und Abschieden liegt hinter uns. Mit Tränen in den Augen habe ich heute das letzte mal die Ausgangstür von Hungry Jacks gedrückt. In meiner wunderschönen Hungry Jacks Uniform. Mit roter Cap und Schürze. Und einem Herzen voller Erinnerungen. Ein letztes Mal.


Ich hätte niemals gedacht, dass dieser Abschied so plötzlich kommt. Ich wusste, dass es schwer werden wird, doch als ich dann heute dort stand, umgeben von Kollegen, die ich ins Herz geschlossen habe und die mich auf eine gewisse Weise sehr berührt haben, habe ich erst so richtig realisiert, dass dies ein Abschied für immer ist. 

Es hat mich berührt wie schwer dieser Tag auch für Kollegen und Kolleginnen war. Dies hat mich sehr getroffen. Sie waren ein bedeutender Teil meines Lebens in den vergangenen 4 Monaten. 
Ich bedanke mich vom ganzen Herzen für all die schönen Zeiten, die ich mit diesen wundervollen Menschen hatte. Manager sind eher wie Freunde geworden, Kollegen sind zu Freunden geworden und ich bin zur Freundin dieses Stores geworden. Danke für wundervolle Zeiten...

Ich war berührt zu hören, was für ein besonderer Teil ich von diesem Store geworden bin und ich bin geehrt, dieser Teil gewesen zu sein. Ich habe völlig überraschend, einen ganz wundervollen Blumenstrauß, eine Tankkarte, Sweets und - und das hat mich am meisten berührt, zwei ganz persönliche und liebe Karten bekommen. Ich fühle mich unfassbar geehrt, so ein, aus dem Herzen kommendes Geschenk dieser Firma bekommen zu haben und es wird mich für immer an diese wundervollen Zeiten als Staff Mitglied von Hungry Jacks erinnern.

Ich kann mich nur wiederholen, dass ich stolz bin, einen Job in dieser Firma gehabt zu haben und ein Teil meines Herzens wird immer ein Brekky Girl von Hungry Jacks bleiben. Aus Stolz. Aus Glück. Aus Dank. Aus Ehre. Und aus Erinnerung. Danke für jedes Lächeln, welches mir geschenkt wurde. 
"Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war"

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Videos

Es hat zwar etwas gedauert, aber inzwischen haben wir mehr als genug Filmmaterial zusammen und werden immer mal wieder Videos von uns aus Australien hochladen, natürlich zusammen geschnitten. Wir glauben, dass man durch die Videos vielleicht ja noch einen anderen/besseren Blick auf dieses wundervolle Land bekommen kann und sehen kann, was wir hier alles so machen und erleben.

Hier sind die Links zu unseren ersten beiden Videos:

Work and travel Australien - Vlog 1 Roadtrip Westküste


Work and travel Australien - Vlog 2 Perth



Viel Spaß bei unserer Reise durch Australien

Samstag, 7. Dezember 2013

Advent

Advent ist, wenn Kinderaugen wieder zu strahlen beginnen und wir uns anstecken lassen von der Vorfreude auf Weihnachten (Gundrun Kropp)
Bei strahlendem Sonnenschein und immer heißer werdendem Wetter kann man sich ehrlich gesagt nur sehr schwer vorstellen, dass schon bald Weihnachten ist. Die Läden sind überfüllt mit Weihnachtsartikeln! Die Straßen werden weihnachtlich dekoriert und in den Einkaufszentren werden Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt. Das kommt einem doch schon komisch vor, wenn man mit kurzer Kleidung durch die Straßen läuft und es überall glitzert und blinkt. Weihnachten und Sommer passt halt einfach nicht zusammen!




In Australien wird Weihnachten eben in Shorts und T-Shirt gefeiert. Schließlich herrschen hier im Dezember häufig Temperaturen jenseits der Marke von 30 Grad Celsius. Schnee, Glühweinstände und in dicke Kleidung gehüllte Besucher von Weihnachtsmärkten sucht man in Australien also vergebens. Trotzdem verstehen es die Menschen auch hier, eine besinnliche und festliche Stimmung zum Weihnachtsfest zu kreieren. Sie schmücken ihre Häuser und Gärten, und natürlich gibt es auch eine Bescherung.

Statt echter Weihnachtsbäume kommen bei den meisten Familien in Australien Plastiktannen zum Einsatz. Sie werden reichlich geschmückt. Auch an den Hauswänden gilt: Mehr ist mehr, ganz so wie in Amerika. So kommt es, dass in der Weihnachtszeit viele Straßen hier von unzähligen Weihnachtslichtern hell erleuchtet sind.

Wahrscheinlich herrscht in Deutschland jetzt schon richtig Weihnachtsstimmung, die bei uns, auf Grund des Wetter einfach überhaupt nicht aufkommt. Aber wir versuchen es uns hier zumindest ein bisschen weihnachtlich zu gestalten, in dem wir uns jeden Sonntag morgen ein feines Advents-frühstück gönnen. 

Heute habe ich dann aber mal eine Australierin gefragt, warum hier trotz Hochsommer jeder Mensch an weiße Weihnachten glaubt und Kunstschnee verteilt wird. Die Antwort war, dass sich Santa Claus, wenn er aus dem kalten und verschneiten Skandinavien hier her kommt, wohlfühlen muss! Denn nur wenn er sich hier wie Zuhause und willkommen fühlt, kommt er auch gerne her (und bringt natürlich Geschenke mit). Das fand ich irgendwie total süß und für Kinder logisch und freue mich darum jetzt über jedes bisschen Kunstschnee.

Wir wünschen euch eine besinnliche Adventszeit und werden uns bald mit Neuigkeiten wiedermelden...

Samstag, 16. November 2013

Im Königreich des Outbacks

"Lass zu, dass die Welt dich ändert - und du wirst die Welt ändern können"
Eigentlich sollte unser letztes Ziel des Roadtrips der Karinjini National Park sein. Da es in diesem aber zur Zeit brennt und er darum geschlossen ist, haben wir umgeplant.

Wir sind die Küste noch ein Stückchen mehr nach Norden gefahren nach Exmouth. Umso höher wir fuhren desto einsamer wurde es. Wenn man einem Auto begegnete war das schon eine kleine Besonderheit und (natürlich) grüßt man die entgegen kommenden Autos und freut sich über weiteres menschliches Leben auf den Straßen des Outbacks. 
Nachdem wir uns für einen Campingplatz umgeben vom Nichts entschieden hatten, haben wir noch einen Spaziergang in "die Stadt" gemacht und Lebensmittel für unsere Zeit hier eingekauft. Unser kleiner elektro Kühlschrank hat übrigens mehr als bestens seinen Sinn erfüllt und uns davor bewahrt, dass uns Lebensmittel in der Hitze verschimmelt sind und wir sie wegschmeißen mussten. 

Am nächsten Tag haben wir den Cape Range National Park besucht, einen ganz süßen Leuchtturm mit einer tollen Aussicht gefunden und waren an verlassenen Stränden. Wir haben uns für eine 2 stündige Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett entschieden und haben Felsen erklimmt. Was wir als Belohnung zu Gesicht bekommen haben, hat uns unseren Atem stocken lassen. Endlose Weite. Ein Gefühl von Freiheit das sich nicht beschreiben lässt. Australien ist einfach Natur pur!














Teamwork







Freiheit Pur




 Auf unserem Rückweg wollten wir nicht den ganzen Nationalpark wieder zurück fahren um auf unsere Hauptstrecke zu gelangen, sondern eine Abkürzung nehmen, die nur für Fahrzeuge mit 4 WD erlaubt sind. Eine absolute Fehlentscheidung. Die Piste war in einem extrem schlechten Zustand. Sie war übersät von extremen harten, tiefen corrugations, den schlimmsten Bodenwellen die man sich vorstellen kann. Unser Auto wurde dermaßen durchgeschüttelt, dass wir um sein Leben fürchten mussten. Wir fanden keine Geschwindigkeit, bei der es angenehmer wurde zum fahren... Mit der Zeit im Nacken und der Angst vor der Dunkelheit im Outback, die schneller kommt als man gucken kann, sind wir mit Tempo 70 die ca. 50 km lange Strecke gefahren.
Als wir endlich die Strecke verlassen hatten und eine befestigte Straße erreicht hatten, mussten wir feststellen, dass wir unserem "zu Hause" schlimmes zugemutet hatten. Wir hatten Wasser im Innenraum und die Lenkung hatte einen Schaden abbekommen. 
Nach langer Suche konnte Benni feststellen, dass unsere Klimaanlage einen Schaden abbekommen hat und wir darum Wasser im Auto hatten. Wir konnten also dann über 1.500 km ohne Klimaanlage bei 50 grad nach Hause fahren. 

Aber daraus haben wir gelernt. Wir haben gelernt, beim nächsten mal umzudrehen oder vorher mit anderen Leuten uüber 4WD Strecken im Outback zu sprechen.
Benni wäre nicht Benni, wenn er sich nicht sofort ran gesetzt hätte und das Auto repariert hätte. Dank ihm geht es unserem Auto jetzt wieder gut und alles ist repariert.
Das ist es, was Australien letztlich so besonders macht: Die vielfältige Natur und die überdimensionalen Landschaften, bei deren Anblick einem der Atem in Stocken geraten kann. Wir hatten eine unbeschreiblich tolle Zeit in diesem unglaublich vielfältigem und wunderschönen Land. Und das schönste ist, das war erst unser erster Roadtrip!!!

Und falls ihr irgendwann einmal die Chance bekommt, euren eigenen Blick in dieses Paradies zu werfen, dann sucht nach unseren Fußspuren im Sand und ich werde euch den Weg zeigen.


Mittwoch, 13. November 2013

Gestrandet in Coral Bay: Bunte Unterwasserwelt und ein Strand zum Träumen

"Learn to be silent. Let your quiet mind listen and absorb" (Pythagoras)

Jetzt aber los, wir wollen schnorcheln...


Mit diesen Gedanken haben wir uns auf den Weg von Monkey Mia nach Coral Bay zum Ningaloo-Reef gemacht. 

Angekommen sind wir hier mit einem absoluten WOW-Effekt. Unglaubliche Sandstrände und ein türkis-blaues und ruhiges Meer. 





Am selben Tag noch haben wir unsere Schnorchel aufgesetzt und uns in eine zweite Welt begeben. Da wir von der Fahrt sehr müde waren, haben wir den Rest des Nachmittages mit Entspannen am Strand verbracht.
An unserem ersten Abend haben wir uns in der ansässigen Pizzeria niedergelassen und eine vieeeel zu große Pizza verdrückt.




Was wir erst später erfahren haben ist, dass das Riff, das in ca 10 Meter Entfernung vom Strand liegt, nicht mehr lebt und man mit dem Boot raus fahren muss um das lebendiges Korallenriff zu sehen.

Nachdem wir unseren zweiten Tag also vor allem mit Sonnen, Strand- und Natur genießen und ein bisschen Schnorchel-übungen verbracht hatten, haben wir uns alle für den nächsten Tag eine Bootstour gebucht.









Die Bootstour hat sich sowas von gelohnt. Wir haben ein einzigartiges Korallenriff gesehen. Es ist nicht so farbenfroh wie am Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens, hat dafür aber bunte Fische wohin das Auge reicht und wir konnten sogar mit Schildkröten schwimmen. Die Unterwasserwelt ist einfach eine zweite Welt für sich. Eine beeindruckende Welt. 2 Stunden lang waren wir auf dem offenen Meer unterwegs und konnten schnorcheln gehen.









"Das Meer ist keine Landschaft, es ist eine Reise in die Ewigkeit."