Freitag, 17. Januar 2014

Gone to the Beach

"Be in love with your life. Every Minute of it" (Jad Karonae)


Nachdem wir unser Sightseeing in der Innenstadt nach einigen Tagen beendet hatten, hatten wir das Gefühl, dass wir etwas Pause brauchen. Also sind wir nach Mornington Peninsula gefahren. Das ist eine Bucht ca. 70 km südlich von Melbourne. Wir wussten vorher nicht, dass es sich hierbei um einen Urlaubsort handelt. Also hatten wir wundervolle Sandstrände und einen Ort mit allem was man zum Leben braucht. Das aller aller aller beste war, dass wir eine Woche lang einen super schönen Platz zum schlafen gefunden haben. Da wir unser ganzes Geld nicht für Campingplätze ausgeben wollen, sind wir ja immer nach Plätzen, an denen wir schlafen, also wild campen können. Das ist in Australien nicht erlaubt und die Ranger kassieren ordentlich ab WENN sie einen erwischen. Aber unser Plätzchen war sicher. Und direkt am Meer. Jeden morgen sind wir mit dem Blick auf das Meer aufgewacht. Das Meer war ganz ruhig, es gab keine Welle. Morgens zwischen 8 und 9 Uhr kamen reiten an uns vorbei und sind durch´s Meer und am Strand geritten. Da es richtig heiß war, ungefähr 43 grad, und morgens auch schon 30 grad hatte, konnten wir meistens gar nicht länger als 8 Uhr schlafen, weil sich das Auto so aufgeheizt hatte. Also sind wir jeden morgen, noch vor dem Frühstück im Meer schwimmen gegangen. Am Strand gab es kostenlose Duschen, zwar kalt, aber nach dem baden im Meer kamen die einem auch warm vor. Nach unserer wohlverdienten Dusche haben wir also am Strand gefrühstückt und haben bis mittags am Strand relaxt. Dann wurde es aber gegen 12 wirklich zu heiß und wir haben uns für 1 bis 2 Stunden in dem Ortsansässigen Einkaufszentrum aufgehalten. An den Stränden stehen hier kleine Hütten, an denen die Anwohner ihr Strand-Equipment eingesperrt haben. Die Hütten sind bunt angemalt und sehen wirklich toll aus. Abends konnten wir die schönsten Sonnenuntergänge beobachten und haben uns an dem einen oder anderen Tag ein BBQ am Strand gegönnt. Essen konnte man wirklich nur morgens und abends, es war einfach zu heiß. An einem Tag haben wir Andrew und seine Kids und Milow kennen gelernt. Milow war ein brauner Labrador, war ja klar das wir mit ihm Kontakt kamen. Der Besitzer von Milow, Andrew, war super nett und total aufgeschlossen und bat uns an, mit zu ihm zu kommen und zu duschen, frühstücken und unsere Wäsche zu waschen. Dummerweise hatten wir zwei Tage vorher unsere gesamte Wäsche gewaschen und am Strand getrocknet (ein bisschen peinlich war das am Strand trocknen der Wäsche schon, aber wir haben beschlossen dadrüber zu stehen) aber über die Dusche haben wir uns sehr gefreut. Seine 3 Mädchen waren zuckersüß und fanden es ganz toll, dass wir bei denen zu Hause waren. Und für uns war es wirklich mal entspannt, sich nicht wegen einer warmen Dusche auf einen Campingplatz schleichen zu müssen, abzuwarten bis jemand kommt und die Duschen für sich aufschließt und sich dann schnell mit hineinzuschmuggeln (die Duschen auf den meisten Campingplätzen sind nämlich abgeschlossen und nur als zahlender Gast bekommt man einen Schlüssel). 

Aber wir haben uns richtig schön entspannt und diese Woche war wie Urlaub vom Urlaub für uns.







Freitag, 10. Januar 2014

We love Melbourne

Melbourne strahlt Leben und Leichtigkeit aus. Und genauso ist es hier auch. Melbourne ist eine extrem große und zu beginn unübersichtlich Stadt. Doch nach 2 Tagen haben auch wir uns hier zurecht gefunden. Wir haben durch Zufall einen kostenlosen Parkplatz gefunden, der nur 1 km von dem Stadtzentrum entfernt liegt. Hier haben wir also immer unser Auto geparkt und sind zu Fuß in die City marschiert. Das war wirklich Glück, denn die Parkhäuser liegen hier bei ca. 4 Dollar pro Stunde. Durch Melbourne fahren Trams. Als Hamburger kannten wir sowas nicht und es war ein absolutes Highlight für uns mit einer solchen Tram zu fahren. Durch die Stadt fährt der City Circle, eine kostenlose Tram, mit der wir uns hier fort bewegt haben.


Die Stadt ist so charakteristisch und hat noch richtig alte Gebäude. Ich will euch gar nicht mit irgendwelchen Geschichten über die verschiedenen Gebäude langweilen, darum gibt es in diesem Blogeintrag mehr Bilder als Text.

Parlament


State Library
Queens Victoria Market


Hauptbahnhof
bunt bemalte Straßenwände
Public Viewing

Australian Open

hier fahren auch noch Kutschen

























Wir haben zufällig im Botanischen Garten mitbekommen, dass eine Open Air Kino Vorstellung lief. Irgendwie kamen wir mit dem Veranstalter ins Gespräch, weil er unsere Schuhe so toll fand. Nach einem kurzen Smalltalk lud er uns zu seiner Vorstellung ein. Wir beide waren noch nie im Open-Air Kino und haben es ziemlich genossen!!!


Da wir jetzt "auf der Straße" leben haben wir leider nicht mehr so oft gutes Internet und die Zeit ist oft begrenzt. Darum fallen die Blogeinträge erstmal kürzer aus. Ich werde mir aber Mühe geben, sobald wir besseres Internet zu haben, die zukünftigen Blogeinträge wieder ausführlicher zu schreiben.

Samstag, 4. Januar 2014

A love affair with the Great Ocean Road


5 Tage haben wir für die Tour von Adelaide nach Melbourne über die Great Ocean Road eingeplant- und die brauchten wir auch wirklich. Die ca. 300 km lange Great Ocean Road Road ist mit Abstand eine der schönsten Straßen der Welt. Mit einem unglaublich schönen Blick schlängelt sich die Straße am Meer  entlang und bat uns wunderschöne Aussichtspunkte. Das Meer hat ein wunderschönes Blau und die Strände landen nur gerade zu zum Sonnenbaden ein. Leider hatten wir aber etwas Pech mit dem Wetter. Die ganze Zeit war es extrem windig und kalt. Leider hatte es an einigen Tagen auch geregnet. Da wir am ersten Tag leider sehr spät auf der Great Ocean Road ankamen, hatten wir keine Möglichkeit mehr uns einen kostenlosen Schlafplatz zu suchen. Also mussten wir auf den nächstbesten Campingplatz einchecken, der mit 40 Dollar pro Nacht wirklich extrem teuer war. Darum haben wir beschlossen, für die nächsten Tage definitiv nach Plätzen zu gucken, auf denen wir wild campen können. Natürlich haben wir wunderschöne Plätze direkt am Meer gefunden.
Wir haben so gut wie jeden Aussichtspunkt mitgenommen unser Highlight waren aber auf alle Fälle die 12 Apostel.

Unseren ersten Stop haben wir in der Bay of Island gemacht:


wir haben tolle Felsformationen gesehen:






Der nächste Halt war an der London Bridge. Bis zu 1990 hatte die London Bridge auch noch zwei Bögen, aber 1990 ist einer der Bögen eingestürzt. Die beiden Leute die das Pech hatten, damals auf dem äußeren Bogen zu stehen, konnten erst nach Stunden mit dem Hubschrauber gerettet werden:


The Arch war der nächste Aussichtspunkt:



wilde Seelöwen im Meer
Und schließlich die 12 Apostel. Die bekannteste Felsformation an der Great Ocean Road. Leider vernebelte die Gischt vom Meer etwas die Aussicht, aber auch so war es noch schön genug. Und ja ich kann zählen... Mit der Zeit sind ein paar Stehlen eingestürzt. Deshalb sind es jetzt keine 12 mehr:







Das hier war unser "wilder Campingplatz" mit Plumsklo`s direkt am Meer. Leider waren extrem viele Fliegen da, sodass wir unser Fliegennetz an der Markise anbringen mussten:




An einigen Stellen führt die Straße durch einen Wald, wo man auch wilde Koala´s sehen kann; die meiste Zeit fährt man allerdings am Meer entlang:










Our chief defect is that we are more given to talking about things than to doing them (Jawaharlal Nehru)

Freitag, 3. Januar 2014

Frieda



Als wir auf der Great Ocean Road fuhren machten wir Halt in einem kleinen Dorf um Lebensmittel zu besorgen. Als wir uns gerade auf die Weiterfahrt machen wollten sahen wir einen herrenlosen Hund. Nach langem Überreden hat Benni dann doch angehalten. Da weit und breit kein Mensch zu sehen war fühlte ich mich für diesen Hund verantwortlich. Er war so zutraulich und verschmust, dass uns ziemlich schnell bewusst war, dass dieser Hund entweder von zu Hause weggelaufen sein musste oder ausgesetzt wurde. Glücklicher Weise hatte sie an ihrem Halsband eine Telefonnumer (und ihren Namen, sodass wir wussten das sie Frieda heißt). Natürlich haben wir versucht jemanden unter dieser Nummer zu erreichen. Nach 5 Anrufen meldete sich endlich jemand. Das war allerdings nicht der Besitzer von Frieda, sondern irgendeine Vermittlungsstelle aus Adelaide, die uns aber versicherte den Besitzer ausfindig zu machen und sich dann bei uns melden würde, wann das sein würde wusste sie aber auch nicht. Und dann saßen wir da mit Frieda. Wir haben sie mit unserem Wasser versorgt und waren schon etwas erschrocken als sie einen Liter Wasser verschlang. Benni hat dann beschlossen Hundefutter zu kaufen, da sie so viel Wasser getrunken hatte und wir nicht wussten wie lange sie nun schon alleine war. Frieda hat das Futter fast ohne kauen runter geschluckt. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben sich dann endlich die Besitzer bei uns gemeldet. Wir haben uns dann bei deren Haus getroffen, was gar nicht mal so weit entfernt war. Als wir den Besitzer kennengelernt hatten waren wir wirklich beruhigt. Ein ganz anständiger Mann der wirklich froh war, dass wir ihm seine Hündin wiedergebracht hatten. Wie Frieda nun ausgebüchst ist, oder ob sie jemand rausgelassen hat konnten wir nicht klären. Frieda´s Herrchen hat uns einen sehr hohen Finderlohn gegeben, den wir gar nicht annehmen wollten, er uns aber nicht ohne hätte weiter fahren lassen.


Das war unser Happy End. Glücklich darüber, dass wir uns keine Gedanken über das Wohl dieses Hundes, der innerhalb weniger Stunden unsere Herzen erobert hat, machen mussten.