Freitag, 10. Januar 2014

We love Melbourne

Melbourne strahlt Leben und Leichtigkeit aus. Und genauso ist es hier auch. Melbourne ist eine extrem große und zu beginn unübersichtlich Stadt. Doch nach 2 Tagen haben auch wir uns hier zurecht gefunden. Wir haben durch Zufall einen kostenlosen Parkplatz gefunden, der nur 1 km von dem Stadtzentrum entfernt liegt. Hier haben wir also immer unser Auto geparkt und sind zu Fuß in die City marschiert. Das war wirklich Glück, denn die Parkhäuser liegen hier bei ca. 4 Dollar pro Stunde. Durch Melbourne fahren Trams. Als Hamburger kannten wir sowas nicht und es war ein absolutes Highlight für uns mit einer solchen Tram zu fahren. Durch die Stadt fährt der City Circle, eine kostenlose Tram, mit der wir uns hier fort bewegt haben.


Die Stadt ist so charakteristisch und hat noch richtig alte Gebäude. Ich will euch gar nicht mit irgendwelchen Geschichten über die verschiedenen Gebäude langweilen, darum gibt es in diesem Blogeintrag mehr Bilder als Text.

Parlament


State Library
Queens Victoria Market


Hauptbahnhof
bunt bemalte Straßenwände
Public Viewing

Australian Open

hier fahren auch noch Kutschen

























Wir haben zufällig im Botanischen Garten mitbekommen, dass eine Open Air Kino Vorstellung lief. Irgendwie kamen wir mit dem Veranstalter ins Gespräch, weil er unsere Schuhe so toll fand. Nach einem kurzen Smalltalk lud er uns zu seiner Vorstellung ein. Wir beide waren noch nie im Open-Air Kino und haben es ziemlich genossen!!!


Da wir jetzt "auf der Straße" leben haben wir leider nicht mehr so oft gutes Internet und die Zeit ist oft begrenzt. Darum fallen die Blogeinträge erstmal kürzer aus. Ich werde mir aber Mühe geben, sobald wir besseres Internet zu haben, die zukünftigen Blogeinträge wieder ausführlicher zu schreiben.

Samstag, 4. Januar 2014

A love affair with the Great Ocean Road


5 Tage haben wir für die Tour von Adelaide nach Melbourne über die Great Ocean Road eingeplant- und die brauchten wir auch wirklich. Die ca. 300 km lange Great Ocean Road Road ist mit Abstand eine der schönsten Straßen der Welt. Mit einem unglaublich schönen Blick schlängelt sich die Straße am Meer  entlang und bat uns wunderschöne Aussichtspunkte. Das Meer hat ein wunderschönes Blau und die Strände landen nur gerade zu zum Sonnenbaden ein. Leider hatten wir aber etwas Pech mit dem Wetter. Die ganze Zeit war es extrem windig und kalt. Leider hatte es an einigen Tagen auch geregnet. Da wir am ersten Tag leider sehr spät auf der Great Ocean Road ankamen, hatten wir keine Möglichkeit mehr uns einen kostenlosen Schlafplatz zu suchen. Also mussten wir auf den nächstbesten Campingplatz einchecken, der mit 40 Dollar pro Nacht wirklich extrem teuer war. Darum haben wir beschlossen, für die nächsten Tage definitiv nach Plätzen zu gucken, auf denen wir wild campen können. Natürlich haben wir wunderschöne Plätze direkt am Meer gefunden.
Wir haben so gut wie jeden Aussichtspunkt mitgenommen unser Highlight waren aber auf alle Fälle die 12 Apostel.

Unseren ersten Stop haben wir in der Bay of Island gemacht:


wir haben tolle Felsformationen gesehen:






Der nächste Halt war an der London Bridge. Bis zu 1990 hatte die London Bridge auch noch zwei Bögen, aber 1990 ist einer der Bögen eingestürzt. Die beiden Leute die das Pech hatten, damals auf dem äußeren Bogen zu stehen, konnten erst nach Stunden mit dem Hubschrauber gerettet werden:


The Arch war der nächste Aussichtspunkt:



wilde Seelöwen im Meer
Und schließlich die 12 Apostel. Die bekannteste Felsformation an der Great Ocean Road. Leider vernebelte die Gischt vom Meer etwas die Aussicht, aber auch so war es noch schön genug. Und ja ich kann zählen... Mit der Zeit sind ein paar Stehlen eingestürzt. Deshalb sind es jetzt keine 12 mehr:







Das hier war unser "wilder Campingplatz" mit Plumsklo`s direkt am Meer. Leider waren extrem viele Fliegen da, sodass wir unser Fliegennetz an der Markise anbringen mussten:




An einigen Stellen führt die Straße durch einen Wald, wo man auch wilde Koala´s sehen kann; die meiste Zeit fährt man allerdings am Meer entlang:










Our chief defect is that we are more given to talking about things than to doing them (Jawaharlal Nehru)

Freitag, 3. Januar 2014

Frieda



Als wir auf der Great Ocean Road fuhren machten wir Halt in einem kleinen Dorf um Lebensmittel zu besorgen. Als wir uns gerade auf die Weiterfahrt machen wollten sahen wir einen herrenlosen Hund. Nach langem Überreden hat Benni dann doch angehalten. Da weit und breit kein Mensch zu sehen war fühlte ich mich für diesen Hund verantwortlich. Er war so zutraulich und verschmust, dass uns ziemlich schnell bewusst war, dass dieser Hund entweder von zu Hause weggelaufen sein musste oder ausgesetzt wurde. Glücklicher Weise hatte sie an ihrem Halsband eine Telefonnumer (und ihren Namen, sodass wir wussten das sie Frieda heißt). Natürlich haben wir versucht jemanden unter dieser Nummer zu erreichen. Nach 5 Anrufen meldete sich endlich jemand. Das war allerdings nicht der Besitzer von Frieda, sondern irgendeine Vermittlungsstelle aus Adelaide, die uns aber versicherte den Besitzer ausfindig zu machen und sich dann bei uns melden würde, wann das sein würde wusste sie aber auch nicht. Und dann saßen wir da mit Frieda. Wir haben sie mit unserem Wasser versorgt und waren schon etwas erschrocken als sie einen Liter Wasser verschlang. Benni hat dann beschlossen Hundefutter zu kaufen, da sie so viel Wasser getrunken hatte und wir nicht wussten wie lange sie nun schon alleine war. Frieda hat das Futter fast ohne kauen runter geschluckt. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben sich dann endlich die Besitzer bei uns gemeldet. Wir haben uns dann bei deren Haus getroffen, was gar nicht mal so weit entfernt war. Als wir den Besitzer kennengelernt hatten waren wir wirklich beruhigt. Ein ganz anständiger Mann der wirklich froh war, dass wir ihm seine Hündin wiedergebracht hatten. Wie Frieda nun ausgebüchst ist, oder ob sie jemand rausgelassen hat konnten wir nicht klären. Frieda´s Herrchen hat uns einen sehr hohen Finderlohn gegeben, den wir gar nicht annehmen wollten, er uns aber nicht ohne hätte weiter fahren lassen.


Das war unser Happy End. Glücklich darüber, dass wir uns keine Gedanken über das Wohl dieses Hundes, der innerhalb weniger Stunden unsere Herzen erobert hat, machen mussten.


Dienstag, 31. Dezember 2013

Ein Jahr das nach Leben schmeckt

"Lass zu, dass die Welt dich ändert - und du wirst die Welt ändern können."

Nicht nur wunderschöne 5 Monate nehmen nun ein Ende, sondern auch ein völlig neues Jahr beginnt. "Twenty-Thirteen" hat nun bereits schon wieder sein Ende gefunden und schon in wenigen Stunden wird uns "Twenty-Fourteen" ins Gesicht lachen und mit weiten Armen empfangen. Es wird so sein, wie bei jedem anderen Jahreswechsel bevor, aber doch irgendwie anders. 

Das letzte Jahr ist verflogen. Für uns beide war 2013 ein ganz besonderes Jahr und wir gucken mit voller stolz auf die Momente zurück. Wir haben beide unsere Ausbildung abgeschlossen und mit guten oder sehr guten Noten bestanden. Wir haben uns sozial engagiert und zu Sterbebegleitern nebenher ausbilden lassen. Wir haben eine Reise für ein Jahr geplant, uns alles Geld was wir hatten beiseite gelegt und für diese Reise gespart. Wir mussten unsere Wohnung aufgeben und all unsere Möbel verkaufen. Wir mussten uns von unser Mary Blue trennen (unser erstes eigenes Auto). Aber eigentlich sind das alles nur die materiellen Dinge, die zuerst etwas schmerzhaft waren herzugeben, aber rückblickend völlig unwichtig sind. Alle Pläne die wir uns in Deutschland für Australien gemacht haben, haben wir hier in die Tat umgesetzt. 2013 hieß für uns, dass es Zeit war den sicheren Hafen von unserer Heimat zu verlassen und in unseren Traum und diese Welt aufzubrechen. Auch in diesem Jahr gab es neben wundervollen Glücksmomenten auch Enttäuschungen, doch so ist das Leben eben und nach 2013 können wir wirklich sagen, dass alles was wir vergangenes Jahr erlebt und gemacht habe, für immer in unseren Herzen bleiben wird. Es war ein Jahr voller neuen Menschen, neuen Erfahrungen, neuen Erlebnissen, neuen Orten, neuen Herausforderungen und neuen Veränderungen. Dinge, die uns nie mehr verlassen werden.

Wir freuen uns auf weitere tolle 7 Monate auf dieser Seite der Erde, bevor wir dann unsere Familien und Freunde wieder in den Armen halten können. Wir freuen uns schon jetzt auf das große Wiedersehen! Doch nun haben wir noch einige Monate vor uns, auf die wir uns auch unendlich freuen und die wir von Herzen genießen werden.

Wir wünschen jedem von Euch einen wundervollen und feierlichen Rutsch ins neue Jahr und lasst es krachen. Wir wünschen euch nur das Beste und dass sich all eure Träume und Wünsche für 2014 erfüllen. HAPPY NEW YEAR!

 Vielen Dank für ein wundervolles Jahr 2013! 

Montag, 30. Dezember 2013

Kurzurlaub in Adelaide

Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis. Aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.
Ein Auslandsjahr ist der Augenblick, seine Flügel zu spannen und zu fliegen, aber auch gleichzeitig der Moment, die Wurzeln elastisch genug werden zu lassen.

Adelaide hat uns gelangweilt. Etwas mehr als eine Woche waren wir hier und wir hatten das Gefühl nach zwei Tagen alles gesehen zu haben. Im Gegensatz zu den anderen großen Städten in Australien ist in Adelaide einfach wirklich wenig los.




Aber es war für uns schön, nach der langen Fahrerei "runter zu kommen" und sich einfach nur mal zu entspannen (was bei 35 grad oder mehr gar nicht immer so einfach ist). Benni war etwas traurig, dass das Wasser hier in Adelaide so ruhig ist und es keine großen Wellen gibt, in denen er sich im Bodyboarden verbessern könnte (dabei ist er schon wie ein Profi!). Also haben wir die meiste Zeit am Strand gelegen und relaxed.

Wir haben den Mount Lofty, einen Berg etwas außerhalb von Adelaide erklommen und wilde Koalas gesehen.

 Weihnachten haben wir ganz ruhig zu zweit verbracht. Ich hatte mich so sehr auf den 26.12. gefreut, da ist hier Boxing Day und die Geschäfte haben geöffnet und verkaufen die Sachen mit 50%, richtig gut, aber leider ist die Mode in Australien so schrecklich und so hinterher, dass ich wirklich nur eine mini Auswahl gefunden habe.






Gestern haben wir ein ganz liebes Pärchen aus Berlin kennengelernt und uns mit ihnen zum Barbecue verabredet. Wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen. Wir wurden dann alle vier von einem so coolen Ranger "ermahnt" das wir da, wo wir gegrillt hatten (ein öffentlicher Platz) nicht schlafen dürfen. Natürlich hatten wir das auch nicht vor (die Straße war viel zu einsichtig). Der Ranger hat uns dann gesagt, wo sein Gebiet aufhört und wo keine Ranger sind, natürlich hat er uns das nicht offiziell gesagt. 
Und dann haben wir vier, die beiden in ihrem vollgepackten Campervan und wir in unserem vollgepackten Jeep, nebeneinander auf dem Parkplatz eines Baseballplatzes geschlafen und morgens ganz entspannt zusammen gefrühstückt.

Wir werden auch zusammen mit den beiden am Meer Silvester verbringen und uns das Feuerwerk angucken. Hier in Australien darf man nämlich kein eigenes Feuerwerk machen, darum organisieren die Städte offizielle und kostenlose Feuerwerke.

"Das Glück besteht oft nur aus dem Entschluss glücklich zu sein"